Handwerk bleibt Motor für Integration in den Arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt -
Das Handwerk leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration in den Arbeitsmarkt. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren in Baden-Württemberg rund 114.000 sozialversicherungspflichtig oder geringfügig Beschäftigte ohne deutschen Pass in Handwerksberufen tätig. Ihr Anteil lag bei 23 Prozent – und damit über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft (20 Prozent).
Während die Zahl der Beschäftigten in Handwerksberufen insgesamt leicht zurückging (-1,1 Prozent), stieg die Zahl der Beschäftigten ohne deutschen Pass um 1,5 Prozent.
Vielfältige Herkunft
Die Beschäftigten stammen aus allen Teilen der Welt. Knapp die Hälfte besitzt die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates, besonders häufig aus Rumänien und Italien. Rund 40.000 Menschen kommen aus europäischen Nicht-EU-Staaten. Deutlich gestiegen ist unter anderem die Zahl der Beschäftigten mit ukrainischer Staatsangehörigkeit.
Auch Menschen aus Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika sind in Handwerksberufen tätig.
Handwerk eröffnet Chancen
Überdurchschnittlich häufig arbeiten Beschäftigte ohne deutschen Pass in Reinigungs- und Hochbauberufen. Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern in nahezu allen Bereichen des Handwerks vertreten sind.
Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Handwerks als Arbeitgeber und Integrationsmotor. Viele Betriebe leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Menschen unabhängig von ihrer Herkunft eine berufliche Perspektive eröffnen.
Hinweis: Die Auswertung bezieht sich auf Beschäftigte in Handwerksberufen – nicht auf Beschäftigte in Handwerksbetrieben. Grundlage ist eine Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit.