Gebäudemodernisierung: Handwerk legt Forderungen vor

Positionspapier -

Damit die Modernisierung von Gebäuden schneller vorankommt, braucht es aus Sicht des Handwerks einfachere Regeln, verlässliche Rahmenbedingungen und eine technologieoffene Förderung. Handwerk BW hat dazu ein Positionspapier beschlossen.

Die Modernisierung des Gebäudebestands ist eine zentrale Voraussetzung, um Klimaziele zu erreichen, Energiekosten zu senken und Wohnraum zukunftsfähig zu gestalten. Damit Investitionen ausgelöst und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden können, braucht es aus Sicht des Handwerks einen einfachen, planbaren und praxistauglichen Rechtsrahmen.

Vor diesem Hintergrund hat Handwerk BW ein Positionspapier zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen. Darin formuliert die Organisation zentrale Anforderungen an die künftige Ausgestaltung der gesetzlichen Regelungen.

Praxis vor Komplexität

Das Handwerk spricht sich dafür aus, die Gebäudemodernisierung stärker an der praktischen Umsetzbarkeit auszurichten. Statt zusätzlicher Detailregelungen und komplexer Steuerungsmechanismen brauche es einfache Verfahren, verlässliche Förderbedingungen und langfristige Planungssicherheit für Betriebe, Eigentümer und Verbraucher.

Gebäude ganzheitlich betrachten

Nach Auffassung von Handwerk BW darf sich die politische Debatte nicht allein auf die Heizungsfrage konzentrieren. Erfolgreiche Modernisierung erfordere einen ganzheitlichen Blick auf Gebäudehülle, Energieversorgung, Speicher, Netzinfrastruktur und Beratung.

Zugleich fordert das Handwerk, die vorhandene Umsetzungskompetenz der Betriebe stärker einzubeziehen und die Rolle qualifizierter Handwerksbetriebe in Beratung, Planung und Umsetzung zu stärken.

Technologieoffen und investitionsfreundlich

Weitere Schwerpunkte des Positionspapiers sind die Vereinfachung von Förderstrukturen, eine technologieoffene Ausgestaltung der Wärmewende sowie eine stärkere Orientierung an wirtschaftlicher Tragfähigkeit und praktischer Umsetzbarkeit.

Das Papier greift darüber hinaus Fragen der kommunalen Wärmeplanung, der Resilienz von Versorgungssystemen sowie der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen und Materialien auf.